Archive for the ‘Schlippchen’ Category

S4-Geschichten aus der Business-Class: Die Birne fällt nicht weit vom Baum

Donnerstag, Februar 11th, 2010

Brrh, saukalt heute.

Also behände Endlosschal von American Apparel (ja, Freunde, diese Blog ist ein Feuerwerk des Produkt Placements) und Ringelschal aus Barcelona von der Garderobe gefingert, Schlapphut aus Baden-Baden auf die Birne und ab die Post.

Dann die S-Bahn geentert, nachdem Rennsemmel vorsorglich schneesicher und frauenfreundlich verparkt wurde und im Wagen xyz breit gemacht.

Dauerschwätzende Asiaten mittels iPod ausgeblendet (mein neuester Trick: Earplugkabel leicht herauszuppeln und quasi Instrumentalstücke hören (na, netzfischer, wäre doch was um “the boss” mundtot zu machen)). Und dann fröhlich losgehirnt. Ah, welch’ ein Befreiungsschlag Skizzen sind.

Habe die Woche vor lauter Brüten mehrere Ausfahrten mit dem Auto versemmelt (!) und bin erst via Friedberg nach Kronberg gefahren. Zum Glück gibt es ein Gegenmittel: Radio an oder CD mit Klassischem Ballettgedudel hören. Dann ist die Rübe erstmal Reizbeflutet und springt nicht gleich in den “ich denk dann mal los”-Modus.

In der S4 wieder das Setting der vergangenen Wochen: Pelze und Upperclass Insignien bis Eschborn, danach Streetwear und Kerniges.

Am lustigsten sind ja die Damen, die sich in der S-Bahn nachschminken. Und das nicht nur an Fasching. Einfach Karnevalesk.

Und ich mitten drin, aber die Birne fällt nicht weit vom Baum. Oder so ähnlich.

S4-Geschichten aus der Business Class: Man(n) hat Angst

Montag, Januar 25th, 2010

Großartig,  jeden Tag eine neue S4-Geschichte. Geri Weibel hätte seine helle Freude daran, Martin Suter’s Finger zuckten und meine Tastatur wird demzufolge massiert. Tipp-Tipp, Tipp-Tipp… und so tänzele ich über die Klaviatur der Buchstaben. Eine Verbal-Rueda, tipp-tipp, tipp-tipp.

Doch nun zum Titelfüllenden Inhalt: Man(n) hat Angst. Zumindest im Taunus. Am Ausgangspunkt der S4. Auf den Frauenparkplätzen. Genau die. Finde ich ja überflüssig im überirdischen unüberdachten Bahnhofsbereich. Aber gut, so sie denn gegeben und markiert sind, nutze ich sie. Konsequent. Bin ja eine doppelte X-Chromosomenträgerin.

Doch, was sah und sehe ich da? Man(n) parkt auch dort, mit laufenden Motor. Klarer Fall von “Heute lebe ich meine weibliche Seite aus”. Oder doch eher “Mein Audi A5 ist ein Mädchen, so kurvig und prallkäfrig”.

Also nee, ganz ehrlich. Der hat doch Angst. Im Taunus kapriziert man sich auf Ängste. Die einen sind Frauenparkplatzräuber, die andere Schneeschippenallergiker (Kreuzallergie mit Streu-Salz-Philie), die dritten hemmungslose Dass-Satz-Ängste-Beschwörer  (”Sie konnten ja nicht ahnen, dass wir hier Schlange stehen”. Ich: “Nee, bei so viel Abstand. So schüchtern bin ich nicht”). Oder das gegelte Nadelstreifenhörnchen, der Lammnappateppichmantelträger, der Mit-Mini-Guck-Loch-Fahrer u.v.a.m.

Ach, meine Pendlerwelt wäre um einiges ärmer ohne Sie und Sie und Sie.

S4-Geschichten aus der Business Class: Totes Tier

Mittwoch, Januar 13th, 2010

Brrh, verdammt kalt heute Morgen am Bahnsteig irgendwo im Taunus.

Man - genauer gebloggt Frau - trägt wieder totes Tier.

Da wurde so mancher Braunbär erlegt und von zarten Kürschnerhänden zu einem neuen Fell zusammengefrimelt. Und nu, wo der Bär nicht mehr steppt, schlappt die Dame von Welt in den allgegenwärtigen ugly UGG-Boots  durch den matschigen salzwürzigen Schnee. Dicht gefolgt von Miss Fake-Fur in einer gewagten Leo-Kombi. Und gleich hinterdrein ein Männchen mit - ja was eigentlich - Fuchs-, Hase-, Igel-Kombi auf dem kahlen Schopf. Hmhm.

Halali.

Mit sowas geht man auf die Jagd, ins Museum für angewandte Was-was-ich oder zurück nach Hause und nicht über Los. Und keinesfalls auf die Arbeit. Aber gut, die Zeiten haben sich geändert. Getragen wird, was in die Hände fällt. Sei es durch Erbschaft oder unsachgemäßen Umgang mit dem Kleiderschrank. Sämtliche Spiegel in den Privatgemächern sind entweder blind oder zerborsten. Oder beides.

Da lobe ich mir die Strickfanatiker der Rödelheimer Hartcore-Stricker. Wow, jedesmal steigt dort gefühlt ein verstricktes Wollschafgehege zu. Wahnsinn. Dieses Pendelabenteuer S4 wird mich noch ein Weilchen beschäftigen…

PS: Nichts gegen Pelz und Pelztierchen. Erste wärmen zweifellos als zweite Haut und zweitere wärmen die erste Haut.

Frankfurter Schlippchen …

Freitag, Januar 8th, 2010

… bin ich und bleib ich.

Und darum spende ich gerne für das Neue Städel.

Und du?

Wann ziehst du dir den SPENDENSTIEFEL an?

Sprechen Sie beamtisch?

Dienstag, Dezember 15th, 2009

Ich jedenfalls nicht.

Bin allenfalls konversationssicher in meiner Mu-ttersprache, parkettsicher in Englisch, mundflink in der Sprache von Président Bling-Bling, verständnisvoll auf kahlerisch, in Ausbildung zum Schwäbischen Stammtischlauscher u.v.a.m.

Aber beamtisch?

Spreche ich nicht, verstehe ich nicht und will ich aus mir sehr klaren Gründen auch nicht lernen.

Irgendwie beschleicht mich die Angst, dass ich dann vor lauter Frust mein Stempelkissen foltere, die Kollegen über Bande anschwärze und …

ach, Kopfkino an, soviel Fantasie und Coladu haben die Leser hier doch allemal.

In diesem Sinne: Tschüss

Die Perlenkettchen Parabel

Sonntag, Dezember 13th, 2009

Geneigte Damen, Werte Mitleser, Diebische Krähen,

ich habe ja fast ein Jahr meine Gedanken mit mir herumgetragen und entweder nicht verbloggt, ausgeplaudert oder aber an zahlungsfreudige Kunden verkauft.

Dennoch waren Augen und Ohren stets auf Empfang. Und die bekamen ordentlich was geboten.

Da wäre zum einen die Perlenkettchen Parabel.

Während hier in Frankfurt allerhöchstens Plastiktüten in den Bäumen hängen, eventuell mal ein Eichhörnchen oder ein vollgefressener, prallkäfriger Tauber, sieht es im Taunus ganz anders aus.

Dort - man lese und staune - hängen Perlen in den Bäumen.

Hielt das am Anfang für einen Scherz und dachte an Vorweihnachtsdeko, doch gut bebrillt und mit Fichtenzapfenwurfgeschossen bewaffnet ergab sich ein neues anderes Bild. 40er Kette mit Goldschließe.

Zu blöd nur, dass sie wie ein Parasit in der Japanischen Kirsche hängt. Wie festgetackert. Und irgendwann gingen mir die Zapfen aus und das Zielwasser war ausgesüffelt.

Und die Moral von der Geschicht: Weiß ich nicht.

Vielleicht dies: Die Krähen sind im Taunus eine Feder kesser. Wer hätte das gedacht. Oder sitzt hier das Perlengold so locker.

Wurscht. Komme eh nicht dran. Und das wiederum wurmt mich. Selbst der Pflückapparat für verschossene Golfbälle greift nicht.

Spiele ernsthaft mit dem Gedanken, die rollige Nachbarskatze in den Baum zu werfen. Bei 7 Leben dürfte ein Wurf aus dem Dachgeschoss drinne sein ;o)

Frankfurt baut das neue Städel

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

Das Städel Museum braucht kleine und große Beiträge, um mit der Gegenwart Schritt zu halten. Wir freuen uns sehr, in Ihnen einen weiteren Förderer gefunden zu haben: Herzlichen Dank für Ihre Spende zugunsten des neuen Städel!

Gelbe Stiefel

Nach Eingang Ihrer Spende senden wir Ihnen gerne die steuerlich absetzfähige Zuwendungsbestätigung zu.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen unter info@das-neue-staedel.de jederzeit gerne zur Verfügung.

Den aktuellen Stand über die Fortschritte der Erweiterung erfahren Sie auf unserem Blog www.das-neue-staedel.de

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