Falkenstein: -4°C, 50 cm Schnee, partly cloudy, die Frisur sitzt…
Was gibt es schöneres, als den ersten Urlaubstag wie eine Königin zu beginnen?
Mit Eggs Benedict, üppigem Gaumen- und Lesefutter.
Und -nicht ganz unwichtig für eine bekennende Hobby-Ethnologin - dem entsprechenden Setting.
Kempinski Königstein, trübes Winterwetter draußen, schmallippige Büffettkombattanten drinnen.
Herrlich, so ein Drehbuch kann man gar nicht erfinden. Zur rechten die Gräfin in apricot. Hermesbetucht und Leopardenballerinabeschuht. Inklusive Töchterchen in den Tempo Dreißigern mit “S-C-H-A-N-E-L-L” Wämschen. Und einem klassischen Gesichtsmuffelausdruck (sehr einfach nachzuahmen: Einfach an nichts denken und sich trotzdem wichtig fühlen). Später ergänzt um den mauligen Rosenmontagsmuffel und Deutschbänker a.D.. Der mich immerhin sehr freundlich begrüßt. Tja, bin ja auch nicht mit ihm verheiratet.
Die Damenfrisur und die Haltung der Dame ist durchwegs steif. Geradeuzu steckensteif.
Da falle ich mit meinen munteren Kommentaren und dem gesunden Appetit geradezu aus dem Rahmen.
Mit dem größten Vergnügen natürlich.
Erkenntnis des Morgens: Eggs so la-la, alles andere erstklassig und empfehlenswert.