Brrh, verdammt kalt heute Morgen am Bahnsteig irgendwo im Taunus.
Man - genauer gebloggt Frau - trägt wieder totes Tier.
Da wurde so mancher Braunbär erlegt und von zarten Kürschnerhänden zu einem neuen Fell zusammengefrimelt. Und nu, wo der Bär nicht mehr steppt, schlappt die Dame von Welt in den allgegenwärtigen ugly UGG-Boots durch den matschigen salzwürzigen Schnee. Dicht gefolgt von Miss Fake-Fur in einer gewagten Leo-Kombi. Und gleich hinterdrein ein Männchen mit - ja was eigentlich - Fuchs-, Hase-, Igel-Kombi auf dem kahlen Schopf. Hmhm.
Halali.
Mit sowas geht man auf die Jagd, ins Museum für angewandte Was-was-ich oder zurück nach Hause und nicht über Los. Und keinesfalls auf die Arbeit. Aber gut, die Zeiten haben sich geändert. Getragen wird, was in die Hände fällt. Sei es durch Erbschaft oder unsachgemäßen Umgang mit dem Kleiderschrank. Sämtliche Spiegel in den Privatgemächern sind entweder blind oder zerborsten. Oder beides.
Da lobe ich mir die Strickfanatiker der Rödelheimer Hartcore-Stricker. Wow, jedesmal steigt dort gefühlt ein verstricktes Wollschafgehege zu. Wahnsinn. Dieses Pendelabenteuer S4 wird mich noch ein Weilchen beschäftigen…
PS: Nichts gegen Pelz und Pelztierchen. Erste wärmen zweifellos als zweite Haut und zweitere wärmen die erste Haut.