Archive for Januar, 2010

Neuland

Donnerstag, Januar 28th, 2010

Irgendwie ist es immer ein komisches Gefühl neu anzufangen und zu versuchen, dem Ganzen einen Sinn zu geben.

Nachdem ich 2009 das schlimmste Jahr meines Lebens hatte, mit allem Schlimmen, Bösen und Negativen, was einem passieren kann, habe ich beschlossen einen Neuanfang zu wagen.
Mit allem, was dazu gehört.

Mein Motto für 2010: Alles Neu.

Das was 2009 war, reicht für ein ganzes Leben. Jetzt sind alle Schalter zurück auf Null und alles beginnt von Neuem.
Alles negative Karma von mir schütteln und Neuland betreten. In jederlei Hinsicht.

Ein kluger Mann (oder doch eine kluge Frau?) sagte mal: Wenn Du merkst, dass Du die Orientierung verlierst und nicht mehr weisst, wohin mit Dir, dann gehe zurück zum Nullpunkt.
Versuche Dein Leben neu aus- und Dein Innenleben neu einzurichten.

Mein Learning vom letzten Jahr: Egal, was Dir passiert, es gibt immer Menschen, die Dir Halt geben, wenn Du strauchelst. Die Dich auffangen, wenn Du fällst. Menschen, die Dich erden und weitestgehend vermeiden, dass Du den Boden unter den Füssen verlierst.

Ich kann sagen, dass ich zu den wenigen glücklichen Menschen gehöre, die eine Familie haben, die sich kümmert und Freunde, die immer da sind. Das sind die Fundamente für einen/meinen Neuanfang.

Alles andere wird sich ergeben. Ich werde neue Hallen betreten, neue Menschen kennenlernen, neue Kontakte knüpfen, mein Glück herausfordern und endlich wieder die Alte sein können. Mit neuem Mut, Willen und Ehrgeiz.
Fast so wie früher, vor 2009.

Ein kluger Mann aus Rödelheim sagte einst:

Leiden kann jeder.
Aber sich im Leid suhlen,
das Leid annehmen, darüber hinwegkommen
und den kurzfristigen Triumph über das Leid,
der nur darin bestand, es aufrecht ertragen zu haben,
als Glück zu sehen, nur um sich neuen Leiden
hinzu- nicht aber zu - das will gelernt sein.

Und dennoch: Alles wird gut werden. Denn alles wird neu werden. Für meinen Geschmack klingt es gut.

S4-Geschichten aus der Business Class: Man(n) hat Angst

Montag, Januar 25th, 2010

Großartig,  jeden Tag eine neue S4-Geschichte. Geri Weibel hätte seine helle Freude daran, Martin Suter’s Finger zuckten und meine Tastatur wird demzufolge massiert. Tipp-Tipp, Tipp-Tipp… und so tänzele ich über die Klaviatur der Buchstaben. Eine Verbal-Rueda, tipp-tipp, tipp-tipp.

Doch nun zum Titelfüllenden Inhalt: Man(n) hat Angst. Zumindest im Taunus. Am Ausgangspunkt der S4. Auf den Frauenparkplätzen. Genau die. Finde ich ja überflüssig im überirdischen unüberdachten Bahnhofsbereich. Aber gut, so sie denn gegeben und markiert sind, nutze ich sie. Konsequent. Bin ja eine doppelte X-Chromosomenträgerin.

Doch, was sah und sehe ich da? Man(n) parkt auch dort, mit laufenden Motor. Klarer Fall von “Heute lebe ich meine weibliche Seite aus”. Oder doch eher “Mein Audi A5 ist ein Mädchen, so kurvig und prallkäfrig”.

Also nee, ganz ehrlich. Der hat doch Angst. Im Taunus kapriziert man sich auf Ängste. Die einen sind Frauenparkplatzräuber, die andere Schneeschippenallergiker (Kreuzallergie mit Streu-Salz-Philie), die dritten hemmungslose Dass-Satz-Ängste-Beschwörer  (”Sie konnten ja nicht ahnen, dass wir hier Schlange stehen”. Ich: “Nee, bei so viel Abstand. So schüchtern bin ich nicht”). Oder das gegelte Nadelstreifenhörnchen, der Lammnappateppichmantelträger, der Mit-Mini-Guck-Loch-Fahrer u.v.a.m.

Ach, meine Pendlerwelt wäre um einiges ärmer ohne Sie und Sie und Sie.

Més

Sonntag, Januar 24th, 2010

Més que un club.

Més que una ciutat.

Més que un fin de semana.

Més que tapas.

Més que carrer d’estruc.

Més que més.

Mastgansgefühle

Dienstag, Januar 19th, 2010

Hui.

Hui, hui, hui.

Bin gerade Dauerkonsument von Bullrich’s Salzleckerli. Wollte nach Weihnachten und mit dem Erreichen des Mastgansschlachtgewichts ein wenig, naja, das Übliche halt. Gründe gibt es ja immer. Vorsätze diesmal aber keine. Es lockt der Bikini - oder sollte ich bloggen die Bikinis und Monokinis - und die Aussicht auf 30°C und bunte Fische.

Also Entschlacken. Diät ist ja sowas von vorgestern. Ich mache keine. Pah! Wäre doch auch völliger Unsinn. Der Tisch des Lebens ist viel zu verlockend. Nenene.

Und so habe ich mich dem Thema “Säure-Basen-Blabla” verschrieben, trinke “Sveltadraineur” Pulver im kostbaren Nass gelöst. Ah, diese französischen Heilsbringer versprechen einem endlich mal das richtige. Von wegen Brigitte-Diät und “ohne Modells”. Lachplatte. Ich schwöre auf meine französischen Alliés im Kampf gegen Schlacken und Zellgifte.

Gack.

Wenn da nur nicht diese Auslandseinsätze an schwäbischen Büffets wären.

Oje.

Riesige, feldberggroße Schwarzwälder Kirschtortenstücke blickten mich auffordernd an “Vernasch’ mich!”. Ein schwäbisches Angusrind saß lieblich angerichtet und mäulhäppchen-gleich auf dem Teller und sprach “Schnapp’ mich!”. Büffetvariationen buhlten um meinen Gaumen und ich. Ich hab’s verputzt. Ja bin ich denn im Hungerstreik. Hier ein Haps und da ein Haps, und danach mein Bullrich’s Salztabs. Sodbrennen kenne ich nicht. Nur das Mastgansgefühl, das beschleicht mich gerade wieder.

Gack.

Gack.

Doch kein Ende in Sicht.

S4-Geschichten aus der Business Class: Totes Tier

Mittwoch, Januar 13th, 2010

Brrh, verdammt kalt heute Morgen am Bahnsteig irgendwo im Taunus.

Man - genauer gebloggt Frau - trägt wieder totes Tier.

Da wurde so mancher Braunbär erlegt und von zarten Kürschnerhänden zu einem neuen Fell zusammengefrimelt. Und nu, wo der Bär nicht mehr steppt, schlappt die Dame von Welt in den allgegenwärtigen ugly UGG-Boots  durch den matschigen salzwürzigen Schnee. Dicht gefolgt von Miss Fake-Fur in einer gewagten Leo-Kombi. Und gleich hinterdrein ein Männchen mit - ja was eigentlich - Fuchs-, Hase-, Igel-Kombi auf dem kahlen Schopf. Hmhm.

Halali.

Mit sowas geht man auf die Jagd, ins Museum für angewandte Was-was-ich oder zurück nach Hause und nicht über Los. Und keinesfalls auf die Arbeit. Aber gut, die Zeiten haben sich geändert. Getragen wird, was in die Hände fällt. Sei es durch Erbschaft oder unsachgemäßen Umgang mit dem Kleiderschrank. Sämtliche Spiegel in den Privatgemächern sind entweder blind oder zerborsten. Oder beides.

Da lobe ich mir die Strickfanatiker der Rödelheimer Hartcore-Stricker. Wow, jedesmal steigt dort gefühlt ein verstricktes Wollschafgehege zu. Wahnsinn. Dieses Pendelabenteuer S4 wird mich noch ein Weilchen beschäftigen…

PS: Nichts gegen Pelz und Pelztierchen. Erste wärmen zweifellos als zweite Haut und zweitere wärmen die erste Haut.

weisheiten aus schokolade …

Freitag, Januar 8th, 2010

schreiben ist eine art zu reden, ohne jedoch unterbrochen zu werden …

… wie schön es sich doch hier schreiben lässt …

und jetzt: ruhe da draussen!

Frankfurter Schlippchen …

Freitag, Januar 8th, 2010

… bin ich und bleib ich.

Und darum spende ich gerne für das Neue Städel.

Und du?

Wann ziehst du dir den SPENDENSTIEFEL an?