Gefangen in der Medien-Routine

Je länger und umfänglicher ich mich mit dem Medium Internet beschäftige, umso deutlicher zeichnen sich meinen Such-Routinen ab. Als Startseite habe ich seit ein paar Tage wieder Google. Anlaß war die Belehrung des Blogwarts, dass jedes (zweifelsohne selbstverliebte) Aufrufen der pinkblog-URL die Blog-Statistik noch mehr verfälsche. Grmpf. Bin mal gespannt auf die neuen Zahlen meines grandiosen Service-Providers 1&1, dem ich seit zwei, drei, ach fast schon vier Wochen vergeblich versuche den miterworbenen ftp-Zugang zu entlocken. Mal ist das CallCenter mit Analphabeten besetzt (”Ups, blog schreibt sich also mit g, hmhm.”), mal stelle ich wohl zu ambitionierte Fragen. Überlege ernsthaft umzuziehen, blogtechnisch versteht sich.

Dann gilt es die abonnierten RSS-Feeds abzuschmökern, was schon 20-30 Minuten frisst. Anschließend warten noch Bookmarks auf ihr Intensivstudium. Da bleibt kaum noch Lust und Zeit, neue Seiten zu erstöbern. Ach, und bloggen will ich ja auch noch, auf dem Nachttisch stapeln sich vier Bücher, die Wiwo ist zwar nicht mehr ganz frisch aber trotzdem jungfräulich unberührt, und überhaupt: Wer garantiert, dass ich stets das Wesentliche erfasse?

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