Wenn alles weh tut

Man, heute fällt jeder Schritt schwer, die Wade zwickt und zwickt. Warum tue ich mir das nur an? Wieso laufe ich regelmäßig an meine Leistungsgrenze, und schlimmstenfalls auch drüber? Irgendwie bin ich lauf-süchtig und dem Ausstoß der körpereigenen Opiate erlegen.

Gestern war es mal wieder so weit, ich hatte mir fest vorgenommen, 21,0975 km runter zu schrubben, unabhängig von den Außenverhältnissen. Und die waren in Kahl genauso bescheiden wie in Frankfurt. Um Punkt 9.05 h ging’s dann los, gestärkt mit einem Marmeladenbrot und dem wohlmeinenden Spruch meiner Mutter “Ach, du bist schon wieder da!”. Dann, so gegen 10 h in Wasserlos (Der Name ist Programm) der erste Dämpfer von oben, es fängt an zu regnen. Mist, aber abkürzen ist nicht drin, soviel Disziplin muss sein. Die ersten Spaziergänger begegnen mir und schütteln irritiert den Kopf. Gut, deute ich einfach mal als Gruß. Um 10.15 h die erste Laufgruppen-Formation. Wow, alle in enganliegenden Running-Tights mit d e n drei weißen Streifen. Bei km 20,2 dann das Desaster: Ich betrete verbotenerweise die Sau-Bau-Stelle der K-Trasse und falle vornüber in den lehmroten glippschigen Matsch. Schöner Anblick. Ich hasse die K-Trasse schon jetzt.

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