Kiez-Analogien

Gestern durfte ich mich in einem neuen Berufsfeld versuchen und als Relocation Agent dilettieren. Im (fiktiven) Kundengespräch stellte ein Neu-Frankfurter (und Ex-Berliner sowie Westfale in Personalunion) wohlwollend fest, dass das Gallusviertel Kreuzberg entspräche. Hier hilft nur der Konjunktiv, denn in Wirklichkeit ist in Kreuzberg was los und im Gallus tote Hose. Es gibt nur einen gemeinsamen Nenner: Die günstigen Mieten. Das Äquivalent für den Wedding war auch schnell ausgemacht: Offenbach (tut mir echt leid Farnoush, aber so sehen Berliner die Welt).

Aber nun zurück zum Relocation Service: Welches Quartier kann man guten Gewissens in Frankfurt empfehlen, wenn schon die Gegend um den Günthersburgpark (=wobei die Bezeichnung Park eine einzige Übertreibung ist) als langweilig erachtet wird. Frankfurt ist nunmal nicht Berlin und umgekehrt, und das ist gut so! Ich habe sodann Bornheim, Sachsenhausen … und todesmutig das Ostend vorgeschlagen, denn hier muss und wird viel passieren, um die künftigen EZB’ler in der Nachbarschaft zu bespaßen.

Leave a Reply